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28.1.2013 - Die Vita hielt im Rahmen des „Cafe-Klatsch“ des Senioren-Rats Nauen einen Vortrag zum Pflegeneuausrichtungsgesetz, welches 1.1.2013 in Kraft trat. Im Zuge des Pflegeneuausrichtungsgesetz wurde eine Änderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs von „Umfang der Hilfsbedürftigkeit“ zu „Umfang der Selbstständigkeit“ vorgenommen. Auch wurde der Leistungskatalog überarbeitet und die Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (insbesondere dementiell Erkrankter) verbessert.

Disclaimer: Dieser Beitrag dient lediglich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Wir übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen.

Wie beantragt man eine Pflegestufe?

Wer pflegebedürftig wird, sollte zuallererst bei seiner Krankenkasse anrufen und sich einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung zuschicken lassen. Wichtig: Sie sollten diesen sofort ausfüllen. Selbst wenn sich die Bewilligung dann einige Wochen hinauszieht, wird rückwirkend ab Antragsstellung gezahlt. Sollten Sie mit dem Antrag Probleme haben, sind wir Ihnen gern behilflich.

Sobald ihr Antrag eingegangen ist wird der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) beauftragt, den Grad der Pflegebedürftigkeit zu prüfen. Dazu kommt ein vom MDK beauftragter Arzt oder eine Pflegefachkraft zu Ihnen ins Haus. Ein Tipp: Seien Sie ehrlich. Der MDK bewertet die Pflegebedürftigkeit anhand sachlicher Kriterien und ist hierbei auch auf Ihre Angaben und Mitwirkung angewiesen. Eine „Beschönigung“ aber auch eine „Dramatisierung“ der Ist-Situation könnte ggf. zu einem falschen Bild mit dem Resultat einer Unter- oder Überdeutung des Pflegebedarfs führen.

Was bedeuten die Pflegestufen?

Die Pflegestufen basieren auf der Dauer der pflegerischen Hilfe, welche täglich durch den Patienten in Anspruch genommen werden muss. Im Vordergrund stehen dabei die Zeiten, welche mit der Grundpflege, also Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Toilettengänge usw. benötigt werden.

Zusätzlich geht die Hilfe im Haushalt ein. Darunter fällt u.a. Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Beheizen der Wohnung, Kleidung waschen und wechseln.

Die konkreten Pflegezeitwerte pro Pflegestufe sowie die davon abhängige Höhe des Pflegesachleistungsbudgets finden sie hier.

PflegestufenStufe IStufe IIStufe III
Mindestdauer an täglicher Pflege 90 Minuten 3 Stunden 5 Stunden
Davon Grundpflege (mindestens) 46 Minuten 2 Stunden 4 Stunden
Pflegesachleistungsbudget
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
450 € 1.100 € 1.550 €
Pflegesachleistungsbudget
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
665 € 1.250 € 1.550 €

Was ist das Pflegesachleistungsbudget?

Das Pflegesachleistungsbudget stellt den finanziellen Rahmen dar, in welchem der zu Pflegende von der Pflegeversicherung finanzierte häusliche Pflegeleistungen durch professionelle Pflegekräfte in Anspruch nehmen kann. Der Begriff „Sachleistungen“ – eventuell ein wenig irreführend – steht dabei für die Pflegedienstleistung, welche der Patient durch eine mit einem Versorgungsvertrag ausgestatteten Pflegeeinrichtung erhält. Der beauftragte Pflegedienst rechnet die erbrachten „Sachleistungen“ dann i.d.R. direkt mit der Pflegekasse ab.

Der Anspruch auf häusliche Pflegehilfe sowie deren Höhe ermittelt sich in Abhängigkeit von der Pflegestufe. 

PflegestufenStufe IStufe IIStufe III
Mindestdauer an täglicher Pflege 90 Minuten 3 Stunden 5 Stunden
Davon Grundpflege (mindestens) 46 Minuten 2 Stunden 4 Stunden
Pflegesachleistungsbudget
(ohne eingeschränkte Alltagskompetenz)
450 € 1.100 € 1.550 €
Pflegesachleistungsbudget
(mit eingeschränkter Alltagskompetenz)
665 € 1.250 € 1.550 €

Zusätzlich zur häuslichen Pflegehilfe können zahlreiche Pflegehilfsmittel beantragt werden. Ein Beispiel dafür sind Mittel zur Finanzierung von notwendigen Umbaumaßnahmen in der Wohnung. Gerne beraten wir Sie hierzu persönlich.

So erreichen Sie uns:

Sozialstation Impuls
Schloßstraße 5-6
13507 Berlin

Tel 030 / 40 30 99 0
Fax 030 / 40 30 99 16
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